- Veranstaltungen 1999 – 2000
- Veranstaltungen 2001 – 2004
2001: "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will" ––– 2002: "Afrika und wir" ––– 2003: "Weltreligionen und Weltethos im Zeitalter der Globalisierung" ––– 2004: "Helene Schweitzer Bresslau – Albert Schweitzers ´'treuer Kamerad'" - Albert Schweitzer-Tage 2005
"Ehrfurcht vor der Schöpfung – Ehrfurcht vor der Natur?" - Albert Schweitzer-Tage 2006
"Kultur und Geist in der Zukunft Europas" - Albert Schweitzer-Tage 2007
"Ein Leben in zwei Kulturen – Albert Schweitzer als Deutscher und Franzose und sein Wirken als Weltbürger" - Erich Fromm-Tagung 2008
"Albert Schweitzer und Erich Fromm – Menschenbild und Erziehung" - Europäische Orgelakademie 2009
"Albert Schweitzer und die Orgelromantik" - Wir stellen vor:
Gedenk- und Begegnungsstätte Weimar
FORUM FÜR INFORMATION & KOMMUNIKATION
Das Jahr 1999
Königsfeld hat in diesem Jahr das Werk Albert Schweitzers auf besondere Weise aufgegriffen und gewürdigt.
Zum ersten Mal veranstaltete die Gemeinde Königsfeld in enger Zusammenarbeit mit engagierten Bürgern zwei außergewöhnliche Projektwochen, um das Leben, das Wirken und das Werk Albert Schweitzers bekannt zu machen. Dabei wurde die konzeptionelle Arbeit insbesondere von Dr. Peter Munk unterstützt. Er gilt als profunder Schweitzer-Kenner und brachte sein Wissen über den bekannten Ehrenbürger Königsfelds und seine Familie nicht nur in die Vorbereitungen mit ein, er begleitete zahlreiche Veranstaltungen auch inhaltlich und stellte in eindrucksvoller Weise immer wieder den Bezug der Familie Schweitzer zu Königsfeld her.
Mit einem ganz besonderen Konzert starteten die ersten Albert Schweitzer-Tage. Peter Hastedt an der Orgel im Königsfelder Kirchensaal und Hans Haller an den Trommeln boten den rund 150 begeisterten Besuchern eine außergewöhnliche Vorstellung. Diese Kombination zauberte in den Kirchensaal den Trommelklang Afrikas, den Herzschlag des dunklen Kontinentes, der in geheimnisvoller Weise eine Symbiose mit der europäischen Rhythmik der Musik Bachs einging.
In mehreren Vorträgen und Führungen durch den Ort begab sich Dr. Peter Munk mit seinen zahlreichen Zuhörern auf die Spuren Albert Schweitzers. Er vermittelte ein lebendiges Bild vom Leben des bekannten "Urwalddoktors" und konnte so manche Anekdote über den Königsfelder Ehrenbürger erzählen. Wichtig war ihm auch die Beziehung der Ehefrau Helene Schweitzer Bresslau zu Königsfeld und ihre Bedeutung im Leben Albert Schweitzers.
Kantor i. R. Peter Glitsch gab tiefe Einblicke in die Beziehung Schweitzers zur Musik Bachs. Er referierte über die Besonderheiten des französischen Orgelspieles, über die Interpretationen Schweitzers und untermauerte Theoretisches mit Originalaufnahmen, die Albert Schweitzer in den 30er Jahren eingespielt hatte. So konnten die Zuhörer Albert Schweitzer "live" erleben.
Ein Höhepunkt in dieser Veranstaltungsreihe war die Autorenlesung von Verena Mühlstein. Sie las aus ihrem Buch "Helene Schweitzer Bresslau - ein Leben für Lambarene" und schilderte eindrucksvoll das interessante, aber entbehrungsreiche Leben einer außergewöhnlichen Frau an der Seite eines berühmten Mannes.
Dr. Peter Munk und Kantor i. R. Peter Glitsch führten auf einer Ausflugsfahrt auf den Spuren von Albert Schweitzer nach Günsbach und Kaysersberg. Rund 50 Teilnehmer zeigten reges Interesse an der Vielfalt interessanter historischer und kultureller Informationen.
In Günsbach führten zwei ehemalige Mitarbeiterinnen Albert Schweitzers in zwei Gruppen durch das Museum. Ganz besonders faszinierte die Teilnehmer das Tropenklavier. Ein Spaziergang in Kaysersberg und der Bummel durch die historische Altstadt rundeten diesen Tag ab.
Den Abschluss der Albert Schweitzer-Wochen bildete der Auftakt zum Königsfelder Kinder-Sommer. Eine Rallye "Auf den Spuren von Albert Schweitzer" machte Kinder spielerisch mit dem Leben des berühmten Ehrenbürgers bekannt.
Zur Belohnung gab es Urkunden und Albert Schweitzer-Bücher aus den Händen seiner Enkelin, Monique Egli.
Mehr als 1.000 Besucher haben in den zwei Wochen an den 18 Veranstaltungen der Tourist-Info teilgenommen. Somit waren die Teilnehmerzahlen bei fast allen Veranstaltungen überdurchschnittlich hoch.
Alle Veranstaltungen wurden zugunsten des Albert Schweitzer-Spitals in Lambarene und zugunsten des geistigen Werkes Albert Schweitzers organisiert. Der Eintritt war frei, Spenden waren erwünscht. Die Tourist-Info konnte Spendengelder in Höhe von mehr als 3000 DM an die zuständigen Stellen weiterleiten.
Als Ehrengast durfte die Gemeinde zum Eröffnungs- und zum Abschlusswochenende Monique Egli, eine Enkeltochter Albert und Helene Schweitzers, mit ihrem Ehemann begrüßen.
In Königsfeld freute man sich ganz besonders, dass der "Deutsche Hilfsverein für das Albert Schweitzer-Spital in Lambarene e. V." die Einladung von Herrn Bürgermeister Link annahm und zur regelmäßig stattfindenden Vorstandssitzung während dieser Wochen nach Königsfeld kam.
Das Jahr 2000
Im Heilklimatischen Kurort Königsfeld fand in diesem Jahr zum zweiten Mal eine Veranstaltungsreihe statt, die das Werk und Wirken des bekannten Ehrenbürger Königsfelds "Albert Schweitzer" in den Mittelpunkt stellt.
Bereits zu Beginn des Jahres feierte die Gemeinde am 14. Januar seinen 125. Geburtstag mit einer Veranstaltung im Kirchensaal. In der Zeit vom 21. April bis 30. April präsentierte Königsfeld die Jubiläumswoche mit zahlreichen Veranstaltungen im Haus des Gastes.
Zur Einstimmung spielte Michail Tschitscherin aus der Ukraine am Karfreitag, 21. April, im Kirchensaal der Herrnhuter Brüdergemeine eine meditative Orgelmusik. Am Samstag, 22. April wurde die Wanderausstellung über Albert Schweitzer, das vom Albert Schweitzer-Zentrum in Frankfurt zur Verfügung gestellt wurde, eröffnet.
Im Laufe der Woche fanden verschiedene interessante Vorträge über Albert Schweitzer statt: Dr. Peter Munk, profunder Kenner des Nobelpreisträgers, zeigte in einem Diavortrag Albert Schweitzers Wirken in Lambarene, und Dr. Walther Günther wagte in einem Vortrag eine Annäherung an Albert Schweitzer.
Kantor Peter Glitsch ging in einem Vortrag mit Musikbeispielen auf Albert Schweitzers Verhältnis zu Bach ein.
Zum Abschluss der Albert Schweitzer Woche fand eine Lesung mit Monique Egli, der Enkeltochter Albert Schweitzers und Dr. Peter Munk - Der Mensch Albert Schweitzer in Anekdoten - statt und gab einen kurzweiligen Einblick auf vielleicht unbekannte Seiten des Königsfelder Ehrenbürgers.
Bei einem Rundgang durch Königsfeld auf den Spuren Albert Schweitzers informierte Dr. Peter Munk über Werk und Wirken des großen Urwalddoktors. Außerdem wurden Videofilme über das Leben Albert Schweitzers vorgeführt.
Ein weiterer Höhepunkt war die Fahrt ins Elsass. Schweitzers Geburtsort Kaysersberg und Günsbach, wo er seine Kindheit und Jugend verbrachte, wurden besucht. In Günsbach befindet sich in Albert Schweitzers Haus ein Museum, wo ehemalige Mitarbeiterinnen bei einer Führung viel Interessantes zu berichten wissen.

